Marokko

Veröffentlicht auf von Die Schlappmueller


22.1.2010

 

Sanft musikalisch geweckt machen wir uns mit der aufgehenden Sonne in die Dünen. "Anspruchsvolle Dünennavigation" ist angesagt - übersetzt heisst das soviel wie unter Skifahrern: "miese Buckelpiste".  Sie zehrt an den Fahrzeugen, fordert das Maximum unserer Wohnkisten und einige Bergungen aus dem weichen Sand sind erforderlich.

 

Aber es ist superschön !!!!

 

Die Landschaft ist geprägt durch Büsche im staubigen Sand, aufplatzende Salzkrusten, spieglend flimmernden Horizont, rote und gelbe Dünen und karge Bergzüge mit schroffen Klippen .... Wir durchfahren ein sandiges Flussbett über Kilometer und haben Geschwindigkeiten von 5-50km/h .....

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Gegen Mittag sind wir bereits kurz vor Form Zguid und schlagen unser Lager am Hang eines Tafelberges auf. Heute ist Sheriffs letzer Tag und wir vermissen ihn jetzt schon !!!! Ohne ihn wären wir gar nicht hier !!! Es gibt Ente mit Rotkohl und böhmischen Klössen und Iris zaubert aus "Nuttendiesel" (Sekt) eine Bowle.

21.1.2010

 

Dieter weckt uns mit Soulmusik kurz vor dem Sonnenaufgang und wir brunchen zusammen mit Eiern mit Speck und Toast-Fladenbrot. Unsere heutige Tour führt uns auf eine für alle unbekannte Piste entlang der Bergzüge, die sich von Zagora nach Mhamid erstrecken. Die Landschaft ist karg aber wunderschön und wir passieren mehrere kleine Oasen und Siedlungen. Zum ersten mal begegnen uns steinewerfende Kinder entlang der Piste. Loui und Ralf steigen aus den Fahrzeugen auf und geben vor, einen Stein aufzuheben - die Kinder ergreifen sofort die Flucht. Weiter westlich erhalten wir jedoch wieder Handkuss-Gesten und freuen uns über die traditionell gekleideten Frauen und Mädchen in Berbertracht. Mittags muss Jens eine abvibrierte Druckluftleitung reparieren - schon sind 12 Kinder in unserer Nähe. Egal wie weit man meint im "Abseits" zu stehen, die neugierigen aber freundlichen Jugendlichen rennen zu uns...

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"Ein bisschen Verlust ist immer" sagt man doch gerne .... ein Funkruf von Loui meldete uns ein abvibrierte Unterfahrbox.....die mit Macht zwölf auf die Piste kracht und hüpfende Ölkanister, Wagenheber und Ersatzteile in die Ebene schleuderte .... wir kehrten um und sahen Ralf und Iris schon "aufräumen" .... Stauraum schaffen im Inneren des Magirus ist nicht einfach, da jeder Raum genutzt ist ... aber wir verstauen es schon irgendwie und lassen die Riffleblechkiste zurück.

 

Kurz drauf hören wir ein eigenartiges Zischgeräusch im Intervall der Geschwindigkeit. Ich steige aus udn beobachte die Reifen während der Flußbett-Durchquerung: unser Hinterrad hat zwei lange Risse in der Karkasse ... Reifenwechsel bei 30 Grad ... die Flickarbeiten werden auf das Abendcamp verschoben. Alle helfen beim - wie Ralf es nett bezeichnet: " Workshop" :o)

Wir schaffen es nicht mehr bis Mhamid und bleiben auf einem Plateau neben der Geröllpiste auf der Passhöhe  Während die Männer mit Stirnlampen den Reifen flicken, kochen wir unser leckeres Abendessen und Iris reicht Sundownwer ! Klassische Arbeitsteilung bei einer solchen Reise ;o).

Übrigens dominiert Staub das Ambiente in unseren Fahrzeugen und schlichtweg überall in unserem Umfeld. Während der Fahrt sieht man die mitfahrerenden Fahrzeuge nur schemenhaft in den Staubwolken .... Wir haben Staub überall - sogar in den Besteckschubladen, in der Bettwäsche, zwischen den Zähnen und schlichtweg überall....

 

Heute morgen erklingt Johannes Waders Internationale zum Weckruf - es ist noch dunkel und ich sehe Sterne am Himmel ..... wir haben uns entschlossen, bei Sonnenaufgang auf die Piste zu fahren, um es bis zum Lac Iriqui zu schaffen. Nach eineinhalbstunden Geröllstrecke über den Pass gelangen wir nach einer kurzen Militärkontrolle in eine Palmenoase. 

Hier beginnt eine Teerstrasse und führt uns nach Tagounite. Tanken ist unser erstes Begehr - Sprit kostet scheinbar überall in Marokko das Gleiche: 74 Cent - günstiger als im zollfreien Ceuta ! Dann suchen Moni und ich eine Bank und fragen einen Passanten - Banken gibt es hier nicht, erst in Zagora - da wollen wir aber nicht hin.... Er verweist uns an ein weiteres Geschäft, doch auch da gibt es keine Dirham für unsere Euros. Aber man ist hilfsbereit und bedeutet uns, mitzukommen ins Café, wo man uns einem jungen Mann vorstellt. Geldwechsel ist möglich, allerdings nicht zum offiziellen 11 zu 1 Kurs, sodnern 10 zu eins.... egal, wir sind schliesslich in der Wüste. Wir freuen uns über soviel Hilfsbereitschaft. Der junge Mann muss aber erst nach Hause, um Geld zu holen - im Gegenwert für 500€ - das ist hier sehr sehr viel Geld. Wir warten im Café und geniessen einen sehr leckeren Cafe-Latte. Gaby ist mit den anderen Mitfahrern auf dem Markt am nördlichen Ende der Stadt - ein riesiger von Mauern eingefaßter Marktplatz, auf dem man alles bekommt. Es duftet nach zahlreichen Gewürzen !

 

35Grad im Schatten lassen uns jedoch nach einer Stunde wieder aufbrechen. Wir fahren gen Mhamid. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch sind hier Hotels, Campingplätze, Reiseanbieter, Quad-Verleih und viele Touri-Läden entstanden. Das kleine Café "Petit Prince" am Ende der Stadt gibt es noch... aber es läd nicht mehr wirklich ein, um einen Thé du menthe zu verzehren .... wir fahren weiter, vorbei an Camel-Tracking-Stationen und Berber-Zeltburgen für Touristen.

 

Die Fahrt durch die staubige Sandpiste ist heiss. Einige weiche Passagen führen zu kurzen Bergungsmaßnahmen, aber wir kommen recht zügig voran. Wir finden einen wunderschönen Platz zwischen den Dünen mit ausreichend Feuerholz - wiederum auf algerischem Grenzgebiet, was jedoch nur das Navi verrät. Gaby packt das Waffeleisen aus und verwöhnt uns mit Rum-Rosinen-Waffeln. Die Hunde toben durch die Dünen und wir genissen ein kaltes"Belchmantelhohlgeschoss" = Bier.

Eigentlich wollten wir - da das Notstromaggregat für die Waffeln ohnehin lief, einen DVD schauen, und fehlt jedoch jegliche Energie udn wir bleiben lieber am Lagerfeuer und schnacken. Ist ohnehin viel schöner.


19.1.2010

 

Wir finden nun auf die Piste nach Zagora und fahren durch sehr abwechslungsreiche Wüstengegenden. Viele haben uns immer gefragt, wie man nur in die Wüste fahren will, da sei doch alles gleich.... gewiss nicht! Die steilen Berghänge errinnern an Westernfilmlandschaften Utahs, die Salzseen an Australien, die Dünen an die Namib ...

und das alles auf einem recht kurzen Pistenstück von ca 80km, die wir heute durchfahren.

Da uns gestern viele Schranktüren trotz Pistensicherung aufgesprungen waren, da die Piste sehr holprig war, ist Amboss heute zu Loui in den MAN gezogen. Unser Riesenschnauzer-Doggen-Mix liebt die Offroadtrucks und fährt gerne im Cocpit mit. Nicki und Tarek konnten somit zu uns in die DOKA, und werden nicht den herausfallenden Shampoo-Flaschen, Kaffetassen und Nutellagläsern zum Ziel ...

 

Wir lassen erneut Luftdruck der Reifen auf 2 Bar ab, den wir gestern auf der Geröllpiste wieder auf 3,5 Bar erhöht hatten. Jens und ich sind diese Piste vor 7 Jahren in der entgegengesetzten Richtung gefahren und erkennen viele Wegpunkte.

Wir passieren viele kleine Friedhöfe, die man an steil aufgestellten Steinen erkennt, die meisten  eng beieinander und zwischen 20-30 cm hoch. Wir ttreffen immer wieder auf  Berber, die ihre Kamele oder Ziegenherden betreuen und in Beduinenzelten leben - mitten im Nichts. In den Dörfern werden wir von fahrradfahrenden Kindern "verfolgt", die eine unbeschreibliche Ausdauer zeigen und uns lange begleiten, um ein paar Gummibärchen zu erhaschen.

An einem Wüsteneichenfeld sammeln wir Holz für den Abend, da wir nie wissen, ob es noch Holz zu finden gibt. Dieter zieht die Stämme mit dem 26Tonner heraus und fährt sie mit dem Vorderrad zu metergrossen Stücken, die wir auf Louis Motorradträger aufladen. Der Abend ist gerettet :o)IMG 1903

 

Wir kommen an ein Sanddünenfeld, in dem wir auf der letzten Reise sehr oft festgesteckt hatten - diesmal meistern wir es ohne Probleme mit allen Fahrzeugen. Auf dem riesigen Salzsee können wir parallel fahren und richtig Gas geben .... dennoch hatten wir heute ein Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 25km/h ... Wir fahren laut GPS und Navi nun schon seit einiger Zeit auf dem algerischen Grenzstreifen. Daher campieren wir heute etwas versteckt in den Dünen, denn der Grenzübertritt nach Algerien ist streng untersagt - wir sind ca 2km auf algerischem Gebiet ...


18.1.2010

 

Heute morgen versuchen wir erneut, die hohen Sanddünen zu verlassen. Nachts hat es nicht so sehr abgekühlt, wie wir erhofft hatten. Dank Winde, Sandblechen und vielen strapazierten Motoren und Nerven kommen wir mittags auf die Piste und fahren nach Taouz, wo wir noch ein wenig Lebensmittel kaufen - allerdings müssen wir um die Preise sehr feilschen - man weiss, daß wir als Touris keine grosse Wahl haben - aber wir verzichten einfach auf das überteuerte Fladen-Brot, 10 Dirham statt den normalen 3 Dirham für ein Brot empfinden wir als Wucher. Da wir ausreichend Dosenbrot als Vorat haben, fahren wir auf die Piste. Quer durch das Flussbett, durch einen Salzsee und entlang der recht unwegsamen Piste kommen wir nur 40km weit - dann endet die ehemalige Paris-Dakar-Piste in einer unüberwindbaren Sanddüne. IMG 1870

Wir wenden, fahren ein Stück zurück und erkunden die Gegend zu Fuss. Mit den Hunden laufen wir voraus, während die Männer ein recht steiles Flußbett durchqueren.

Wir finden die alte Piste nach Zagora wieder und schlagen unser Camp am Fuss eines Bergplateaus auf. Iris & Ralf machen selbstgemachte Käsespätzle für alle und backen Brot fürs Frühstück . Es war ein superschöner, aber anstrengender Tag für die Fahrer, recht schaukelnd für die Hunde - aber superschön. Wir geniessen den Abend am Lagerfeuer und schwätzen bis in die Abendstunden.


17.1.2010

 

Wir fahren recht zeitig nach einem gemeinsamen Frühstück in der Sonne los in die malerischen Dünen.

Neben den vielen Marokkanern, die uns Fossilien verkaufen wollen, kommt plötzlich Ralf zu uns gelaufen - er ist mit seiner Freundin und 2 weiteren Hunden im 170er Magrius unterwegs und schliesst sich uns an. Ziel für heute ist die Piste nach Zagora.

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Wir freuen uns über Magirus-Zuwachs und erobern die Dünen - mehr schlecht als recht. Luft ablassen auf 2 Bar half ein wenig ...aber nachmittags hatten wir uns alle mehrfach festgefahren und beschliessen, eine weiter Nacht an Ort und Stelle zu campieren - in der Hoffnung, daß vormittags der etwas feuchtere Sand besser zu befahren ist.

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Eine Camelkarawane durchquert unser Lager und ich mache viele Fotos und Videos - wir fühlen uns wohl, die Umgebung ist phantastisch, der Sternenhimmel unbeschreiblich ... Dieter packt den Beamer aus und wir gucken einen DVD :o)

 

16.1.2010

 

wir sind ENDLICH in der Wüste ! Ich liebe die karge Landschaft und die Dünen vom ErgChebbi - auch wenn es nur ein kleines Dünenfeld ist - es ist malerisch....

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Aber von Anfang an. Die Cat-Teams haben ihr etwas überteuertes Visa für 560 Dirham erhalten und kamen gegen 17h zu uns an den Stausee. Aufgrund der doch recht anstrengenden Fahrt, kochte ich gerne eine Paella für alle, so wie mein Papa das gerne machte - und alle schienen begeistert. Wir sassen am Lagerfeuer zusammen und planten die kommenden Tage. Am Morgen ging es nach einem schönen Frühstück in der Sonne auch gleich los - allerdings kamen wir nicht allzuweit, da das Gewinde der Spritpumpe nicht mehr abdichtete und so Dank Dieters Epoxit-Kitt eine Pause eingelegt werden musste, um eine neue Verbindung der Metalle zu ermöglichen. Dann ging es jedoch problemlos weiter gen Süden. Errachida ist kaum wiederzuerkennen - der Wahnsinn, wie diese rosane Stadt sich verändert hat. Wir fahren hindurch und gelangen in eine wunderschöne Canyonlandschaft mit Palmenoasen und vielen  Kasbahs und  mit einem kurzen Stop in Meski an der Source Bleu. Leider ist es hier nach wie vor dreckig und wir verweilen nicht lange, sondern fahren weiter bis nach Erfoud, wo wir für 73ct pro Liter Diesel nochmals tanken, um die Piste zu meistern.

Den Erg am Horizont betrachtend, fahren wir nun nur noch auf Piste, eine befestigte Strasse gibt es hier nicht mehr. Ich geniesse die Fahrt und freue mich riesig auf die roten Sanddünen des Erg.  Sheriff und ich nahmen unsere Cameras und waren in den Dünen verschwunden.

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Die beeindruckende Dünenlandschaft in Rot erhob sich gegen den blauen Himmel, die Hotelkasbahs und die Camele am Horizont boten schöne Motive und die Sonne ging gerade unter. Ein Sundowner (Captain Morgan mit 7Up) läutete den gemütlichen Abend ein .... und derweil klaute Amboss die leckeren Frikadellen, die Gaby für uns alle vorbereitet hat .... ups .... ein gebarfter Hund ist gewitzt ... ;o)

Also gab es schnell Plan B : Steaks ..... und ein Hangfeuer in den Dünen ...

15.1.2010. Nach einem schönen Brunch in der Morgensonne begannen die Männer mit den nötigen Schrauberarbeiten und ich machte mich ans Wäschewaschen - ideal bei der Sonne und der leichten Brise und dem klaren Seewasser. Die CATs waren unterwegs zu uns - 400km standen ihnen bevor.

Wir sind nur noch 100km vom Erg Chebbi entfernt, der grossen Sanddüne südlich von Erfoud. Ich liebe die Sandwüste und freu mich schon mächtig auf die Fahrt zu den Salzseen und die schroffe Piste. Am Mittag legt sich die Brise und wir wagen es, im kalten Stausee zu baden - mit Überwindung aber vollen Mutes ! Schliesslich das letzte Bad für ein paar Tage ! Haarewaschen, Haareschneiden, Rasieren ....

14.1.2010

 

Die beiden CAT-Teams brechen schon um 6h auf in Richtung Rabat, um dort die Mauretanienvisa zu beantragen. Wir wollten eigentlich in Fès noch dei Ersatzteile einbauen, aber es schüttet in Strömen. Also: nix wie in den Süden. Wir fahren auf direktem Weg nach Ifrane und Azrou - der Schnee, der vor ein paar Tagen hier zu einem Verkehrschaos geführt hatte war komplett weg - die Bergbäche waren in braune Flüsse verwandelt und viele Strassen waren in den Senken überschwemmt - bei einer Durchfahrt hatten wir das vom Magirus verdrängte Wasser komplett bis zur Scheibe stehen - Autowäsche auf marokkanisch ;o)

 

Wir fuhren über Timadite nach Boulojoul - erst dort war der Regen vorbei und wir erfreuten uns der Regenbögen, die wir hier zu sehen bekamen !

Die Landschaft hinter dem mittleren Atlasgebirge wird sehr karg. Baumlose Steppe, rote Felsen, Tafelberge und wunderschöne Täler. Endlich beginnt das, was mir so gut an Marokko gefällt: An den Flüssen stehen Palmen und es bilden sich kleine Oasendörfer in den Grünstreifen am Saum der roten Steilhänge. Die ersten Kasbahs stehen in den Dörfern, viele der alten Fürsten"-Lehmburgen" sind leider durch den Regen sehr stark zerstört, einige sind jedoch noch bewohnt und werden gepflegt. Wir sehen die ersten Kamele am Strassenrand und setzen unsere Reise fort nach Midelt und campieren kurz vor  Errachida am Hassan Addakhil Stausee - dort hatten wir vor 7Jahren ebenfalls mit Dieter campiert und dies diente nun als idealer, ruhiger Schrauberplatz und guter Treffpunkt für die CAT-Teams. Die Hunde konnten ins wunderschön klare Wasser und wir genossen ein Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel bei milden Temperaturen.

 

13.1.2010

 

Weiter gehts nach Fès  -  und dort in den grosse Marjane-Supermarkt. Seit unserer letzten Fahrt hat sich hier in Marokko sehr viel getan. Zum Positiven, wir wir finden. Die Städte sind sauber, neue Schulen, neue Strassen und Marktplätze errichtet - aber alles im Einklang mit der Umgebung wie es scheint, die Neubauten sind im schönen arabischen Stil gehalten und von Palmen und Zedern, Zypressen und Orangenbäumen umgeben , Wir sind sehr gerne unterwegs in diesem schönen Land. 

Am Flughafen sind die Parkplätze für unsere Trucks zu klein und wir campieren direkt vor dem umzäunten Flughafengelände und laufen zu Fuss mit den Hunden zum Terminal. Beim Anblick von unserem Irischen Wolfshund zücken die Marokkaner ihre Handykameras - so einen grossen Hund hat man hier noch nie gesehen.

 

Monika landet aufgrund des Schneewetters in Deutschland mit 2 Stunden Verspätung. Sie hat Dieter und Gabys neuen Pässe dabei (die alten waren beim Visabeantragen verloren gegangen), für Sheriff eine neue Wasserpumpe und Benzinschläuche und  für uns Ventildeckeldichtungen dabei - danke an René & Jürgen fürs organisieren und versenden ! Für ihre Klamotten war im Rucksack nicht mehr viel Platz, aber als Weltenbummlerin reist sie "leicht". Mit Bier und "Buff" (117Kräuter-Schnaps) wird die Hamburgerin erstmal vom Team begrüsst :o)


12.1.2010

 

Die heutige "Testfahrt" zu Schluchten und Quellen rund um den mittlerern Atlas im Umkreis von Sefrou verläuft problemlos. Endlich ist T-Shirtwetter, auch wenn wir permanent am Horizont die schneeweissen Berge sehen. Von der Ferne gefallen sie uns sehr gut ! Wir gelangen durch malerische kleine Bergdörfer zu sehr schönen Schluchten entlang des Massif du Kandar. In Ribat-El-Kheir gehen Gaby und ich auf dem Markt Gemüse einkaufen, Loui hat - wie wir es nennen - "Unter-Huhn" und erwirbt ein Brathähnchen als Snack für alle. Zwischen El Menzel und Azzaba findet Dieter einen grandiosen Platz auf einem Plateau mit Blick auf den Oued Sebou, der eine tiefe Schlucht in die Felsen geschnitten hat. Wir sammel Feuerholz und kochen wie immer sehr lecker.

 

10.1.2010

 

Wir fahren weiter bis nach Immuzzer des Marmoucia und werden von der Gendarmerie Royale angehalten. Angeblich sei die Weiterfahrt nach Guercif über die Passtrassen aufgrund von Schneewehen nicht möglich. Wir vereinbaren mit den sehr netten und besorgten Beamten, daß wir es dennoch versuchen, aber falls es zu riskant sein sollte, umkehren würden, Schnee ist für Deutsche ja nichts neues.... hm... wir hinterlassen ordungsgemäss all unsere Daten und fahen die wunderschöne Passstrasse gen Norden durch den mittleren Atlas. In wenigen Kilometern stehen wir jedoch vor einer meterhohen Schneewehe.... Wir machen einfach erstmal Kaffeepause und beratschlagen....als ein Schneepflug auftaucht. ... den wir mehrfach bergen müssen, bevor wir passieren können ;o) . Dieses Spektakel dauert knapp 3 Stunden, unser Maggie springt nicht mehr an, so daß Dieter uns an die Schleppstange nimmt .... aber wenige Serpentinen vor dem Gipfel werden wir dann erneut von hohem Schnee aufgehalten und schlagen unser Nachtlager auf 2.700m Höhe auf. Mächtiger Sturm zieht auf und trotz +1Grad vereist alles am Auto.

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Afrika und warm - das kann jeder ..... Africa und Schneegestöber wohl eher selten ... mein Ding ist es zugegebener Maßen auch nicht !

 

Am Morgen zieht ein fieser Schnee-Eisregen auf .... Da unser Maggie diese Höhenlagen und das Wetter nicht wirklich gut verträgt, schleppt Dieter uns nach einer 180Grad Drehung im Stand auf dem Eis an, so daß wir nun endlich losfahren können, runter ins Tal. 

Wir durchfahren mächtige Bergzüge und bewundern die immer lächelnden Kinder, die beim Klang der Motoren aus ihren Behausungen zur Strasse rennen, um uns zuzuwinken oder die Bauern, die mit dem Esel-Gespann die Felder pflügen und uns freundlich grüssen. Die Lebensweise hier ist noch sehr einfach aber die Menschen scheinen zufrieden. Mädchen sitzen am Brunnen auf ihren Eseln oder Mulis und plaudern, während sich die Kanister langsam füllen, die Marktstandbesitzer spielen Schach oder Backgammon, während wir uns die Obst und Gemüse aussuchen, viele versuchen, ein Gespräch anzufangen und sind immer freundlich und wir lachen gemeinsam, über die Kommunikation mit Händen und Gesten. 

 

 .... Auf 900 Höhenmeter finden wir schon mittags einen schönen Platz am Ortsrand eines kleinen Bergdorfes, um uns den Wartungsarbeiten des Magirus zu widmen. Alle helfen mit und das Problem wird - auch wenn es etwas länger dauert - behoben. Der Ventilator drehte nämlich nicht mehr und das verursacht bei einem luftgekühlten Motor besonders in den Serpentinen Überhitzung .... das Öl war siedend heiss .... die Kühlrippen verklebt und nichts ging mehr .... Aber da wir uns ohnehin im Umkreis von Fès aufhalten, um übermorgen Louis neue Mitfahrerin vom Flughafen abzuholen, sind wir alle entspannt und die Schrauber können ohne Zeitdruck den Problemen des Bruttotyp-Magirus auf die Schliche kommen, während Gaby und ich Holz fürs Lagerfeuer sammeln und kochen. Ausserdem hat es nun immerhin 15Grad und Sonne - das hebt die Stimmung enorm - die aber bei dem Team ohnehin top ist.

 

9.1.2010

 

Ein sonniger Morgen lässt uns früh erwachen - aber aufgrund von -8Grad in der Nacht sind auch diesmal die Separfilter eingefroren, also heisst es: . Heisses Wasser , öfter entlüften und Diesel pumpen . Wir fahren zur wunderschönen Vittel-Quelle wenige km von unserem Nachtlager entfernt und freuen uns über malerische Wasserfälle in schneebedeckten Steineichenwäldern und strahlendem Sonnenschein !!!! Ein TRAUM !!! Wir fahren als erste durch schneebedeckte Strassen, Rhino-Dieter zieht mit seinem CAT eine mächtige Spur in den tiefen Schnee. Sheriff kämpft respektvoll mit dem Eis unter der Schneedecke, Jens tauscht den mit Paraffin verklebten Dieselfilter fluchend aus ... aber die beeindruckende Landschaft inmitten der 2.700m hohen Berge besticht durch atemberaubende Ausblicke !

DSC 0748DSC 0763Bei den immer freundlichen Dorfpolizisten, die an jedem Kreisverkehr stehen, fragen wir nach gesperrten Pässen und werden stets sehr freundlich begrüsst und man steht uns hilfreich zur Seite. Die Menschen in den Dörfern winken und zeigen sich sehr freundlich. Wir campieren mittags mitten auf der N13, die nicht geräumt ist und wägen uns in völliger Einsamkeit - bis 4 Allradtouri-Jeeps den Berg herauf heizen, kurz drauf kommt berittene königliche Gendarmerie mit prachtvolle geschmückten Pferden in gold-roten Satteldecken mit Stickereien ... Am Ende der schönen Landstrasse treffen wir mitten im Schnee auf Berberaffen - sie sonnen sich in den Bäumen. Berberaffen sind mit Pavianen verwandt - nicht ganz ungefährlich und stattliche Tiere. Dennoch trauen wir uns für Fotos recht nah ran. Sie scheinen Menschenkontakt und auch Hunde gewohnt zu sein, denn einer der vielen Dorfhunde ist ganz in der Nähe - allerdings mit gebührendem Abstand zum Leittier - einem stattlichen Affenmännchen

Auf dem Weg südlich Richtung Midelt überqueren weitere Male Affen die Nationalstrasse. Wir verlassen diese,kurz hinter Boulemane, um auf eine schöne kleine Passtrasse zu fahren und uns einen Lagerplatz fernab der Dörfer und Strassen in einem Flußbett zu suchen - ein gigantischer Sternenhimmel wartet auf uns heute Nacht ! . 

 

8.1.2010

 

WOW !!!! Aufwachen und direkt von der Wohnmobiltür auf Volubilis schauen - grandios ! Das Wetter war uns hold und so konnten wir durch die leere römische Ausgrabungsstätte laufen, Dieter kannte fast jede Gasse, da er bereits Augrabungen betreut hatte und schon oft hier war.

Marokko - Volubilis 013Cala Iris und Atlasgebirge 023

Die Hunde konnten ebenfalls durch das Labyrinth der Steinmauern toben und den Morgen geniessen. Ein paar Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen folgten und schon ging es gen Süden ins Atlasgebirge. Kurz nach Meknes waren jedoch die Nationalstrassen wegen Schneegestöber gesperrt und wir warteten kurz auf die Räumfahrzeuge.Seit dem Schnee vor 7 Jahren hat sich hier einiges getan, Räumfahrzeuge sind schnell zur Stelle.

In einem kleinen Dorf fahren wir in die Metzgergasse des Marktes, um gefüllte, knusprige Grillhähnchen zu kaufen. Jeder Garküchenbesitzer versucht sein Möglichstes, uns zum Bleiben und Geniessen einer Tajine zu überreden. Wir lachen viel und fühlen uns sehr wohl in dieser Gegend. Ganz anders als im Riffgebirge.

Wir fahren durch malerische Landschaften und campieren in einem Zedernwald eines Naturschutzgebietes in 40cm Neuschnee - ein Traum.

Nur die arabischen Schriftzeichen werden beweisen, daß wir in Africa und nicht im Schwarzwald Urlaub machen.

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Die Hunde lieben den tollen Tiefschnee und toben was das Zeug hält - Nicki spielt Schneepflug und verwandelt sich in einen Bonsai-Jeti ;o)

 

7.1.2010

 

Heute früh ging es recht zeitig los, unser Ziel war FES, denn Monika flog zurück. Für die ersten Serpentinen benötigten wir 2 Stunden für 56km .... im Dauerregen, bis zur Strassensperre, denn ein Erdrutsch hatte die Strasse etwas zugerichtet. Recht zügig begannen ein Radlader und ein Bagger die Strasse wieder benutzbar zu machen, das Schaupiel war jedoch grandios. Jeder Fahrer lief nach vorne zur Unfallstelle, um genaustens mitzubekommen, was passierte man kommentierte und gestikulierte ... ganz Schlaue fuhren an der Stauschlange zügig vorbei bis es nicht mehr weiterging ... um dann alles rückwärts wieder zurück zu manövierieren ;o) ...ups ... immer das gleiche Spiel ....   

 

Spät Nachmittags gelangten wir dann nach einer Fahrt durch Regen, Schneegestöber und dichtem Nebel nach Fes ... Fes ist die alte Gerberei- und Färberstadt, die ich geren näher gesehen hätte, aber  Zeit & Regenwetter liessen uns  nicht verweilen. Wir fuhren nach dem Stop am Flughafen weiter nach Moulay Idriss, der heiligen Stadt und campieren gerade in Voloubilis, der römischen Ausgrabungsstätte. Hoffentlich ist das miese Wetter bald vorbei !!!! Inshallah ! 

 

5.1. 2010

 

Wir haben heute schon mittags unser Camp in Cala Iris aufgeschlagen, Gaby backt Waffeln und wir erholen uns am Meer von den gestrigen Strapazen der Tour.

Marokko - Mittelmeer Riffgebirge 098 

Wir hatten gestern die Nationalstrasse von Chefchauen östlich nach Cherafat genommen. Das Rifgebirge ist bekannt für Drogenhandel, angeblich kommt sämtlicher Marihuana-Import Deutschlands von dieser Region. Es regnet permanent und wir fahren durch tiefsten Nebel. In jeder Siedlung werden wir angemacht, ob wir nicht Haschisch kaufen wollen. Wir sind vom Wetter und den weggewaschenen Strassen sichtlich angespannt und wissen nun, was wir vorher auch schon wussten: Rifgebirge durchfahren kann man auch gerne lassen. Es ist super anstengend und unser Scheibwischer segnet das Zeitliche. Loui versorgt und an der Serpentine mit einem Bersteigertau, das wir an dem Wischer auf der Fahrerseite befestigen und ich habe die "Zügel" durch die seitlichen Dreiecksfenster in der Hand - ich habe sogar verschieden Stufen und auch Intervall im Programm ;o) .... Wir fahren die kleinen Serpentinenstrassen runter zum Meer .... bis wir an eine Sperre kommen : Die Strasse ist komplett weggewaschen... Dieter und Sheriff gehen zu Fuss weiter, um zu sehen, ob wir es dennoch schaffen. Es sieht nicht optimal aus, aber machbar und so beginnen die Männer, Sheriffs Mercedes an unserem Magirus mit Abschleppseilen zu sichern, denn er hat mit seinem Reifenprofil keine Chance. Ein Bauleiter der Strassenbaufirma wendet sich mit recht gutem Französisch an uns und erklärt, daß nach 5 weiteren Kilometern die Strasse komplett am Hang herabgerutscht ist. Es bestätigen sich hier die Ankündigungen der Nachrichten vor 10 Tagen: Im Rif hat es komplette Strassen nach den heftigen Regenfällen weggespült.

Marokko - Mittelmeer Riffgebirge 037Marokko - Mittelmeer Riffgebirge 039


Wir kehren um. 46km schlechte Strassen zurück zur Hauptstrasse in dichtem Nebel. Wir orientieren und an der grünen Rückwand des Daimlers ... und ich versuche mit Bluthydraulik und viel Humor die Scheibe zu wischen .... Dieter findet auf einem sehr stürmischen Hochplateau einen Nachtplatz, den wir dankend annehmen. Sturm und Regen sind heftig und schütteln unsere Kisten ordentlich durch. Wir kochen jeder für sich in den Autos und gehen früh zu Bett - aber kaum einer findet in den Schlaf.

 

Heute morgen waren wir recht zeitig auf der Piste, um unsere nun besser ausgebaute Strasse nach El Jebha nun endlich auch durchzufahren. El Jebha ist ein kleines Fischerdorf, leider regnet es und wir fahren durch - auf eine nagelneue superbreite Strasse nach Cala Iris. Zwischendurch ist auch diese neue Strasse weggespült. Der Aspalt liegt "gefaltet" am Berghang. Die Ausweichpiste der Baustellenfahrzeuge dient als Ersatz und ist im Allradmodus gut zu befahren. Es regnet wiedereinmal, aber der Blick aufs Meer und ein bisschen Sonne macht Hoffnung. Gegen Mittag gelangen wir nach Cala Iris und fahren zu dem kleinen, pittoresken Hafen mit den schönen blauen Booten. Die Fischer am Hafengelände sind sehr freundlich, leider gibt es aufgrund des Sturmes keinen frischen Fisch - wie schade ! Bei der Rückkehr zu unseren Fahrzeugen ruf man uns ein nettes "Aufwiedersehen" nach -   wir drehen uns nochmal um und danken "Shukran!"  Dieter führt uns auf einen schönen Platz am Dorfrand, ehemaliges Militärgelände, direkt am Strand - hoffentlich verscheucht uns niemand.... 

 

Gestern Abend war Filmnacht angesagt, "The head" mit Al Paciono, De Niro und Konsorten - dabei knisterte das Lagefeuer ...

 

Nach einer sehr ruhigen Nacht direkt am Meer wurden nach einem tollen Brunch die Fahrzeuge gewartet, während Monika und ich zum Hafen liefen und frisch Doraden kauften. Wir bekamen Besuch von der Dorfpolizei, mit der Info, daß Campen verboten sei, wir aber noch diese Nacht geduldet werden. Sie waren sehr freundlich, sprachen mehr Spanisch als Französisch und Handzeichen halfen bei der Kommunikation. Es folgte ein ausgiebiger Mittagsspaziergang mit den Hunden entlang der Küste.

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Nach unserer Rückkehr wurden wir jedoch erneut von Uniformierten aufgesucht - diesmal von der Gendarmerie Royale ! Scheinbar Hatte der Dorfpolizist seine Befugnis überschritten und so gab es längere aber freundliche Diskussionen, die damit endeten, daß wir 100m weiter unser Camp aufschlagen mussten. ... ... Aber alles erst nach dem leckeren Fisch-Essen und einem gemütlichen Café :o) - Auf unserem "neuen" Standort wurden wir dann auch umgehend kontrolliert, diesmal von einem Oberst des Militärs in Volltarn, und drei weiteren Uniformierten hohen Persönlichkeiten, die sich auf ihrem DinA4 Schreibblock alle Passdaten, Beruf und Reiseroute notierten und anschliessend  mit dem üblichen "cèst tous pour votre securité, bien venue en Marroc et pardon für die Unannehmlichkeiten ... und falls wir Probleme hätten, sie seine immer erreichbar..." verabschiedeten - natürlich mit Kulis und Dosenbier ;o)

 

Wir sind in Marokko !!! (3.1.2010 - letzte Einreise war übrigens auch am 3.1. 2003)

 

Nach einem wunderschönen Strandspaziergang mit den Hunden am südlichsten Strand von Marokko waren wir um 10.15h am Fährhafen von Algeciras und um 11h bereits auf der Fähre. 45 Min. danach fuhren wir aufs afrikanische Festland. Ersteinmal tanken in Ceuta - 83ct der Liter Diesel. Unsere bisherige Strecke seit Usingen liegt bei 3000 Kilometer und einem Durchschnittsverbrauch von 26 Litern/100km - Sheriff (Hier Sharifa alias Michael) verbraucht 18ltr,die CATs zw. 35-40lrt/100km....

Die Zollabfertigung war dank der wenigen Reisenden sehr zügig : 45min. Dieters CAT und Michaels Daimler haben sie auch innen inspiziert - aber nur mal mit einem kurzen Blick. Aus dem Magirus schaute Tarek heraus ... dann wollte keiner mehr reinschauen.

Übrigens war ich dankbar, eine arabische Übersetzung für die 07-er Historischen Kennzeichen unseres Maggies zu haben - sonst hätte man uns an der Grenze trotz grüner Versicherungskarte für Marokko zurückgewiesen. Sie waren in der Annahme, rote Kennzeichen sind NUR Provisorien ! Die in den Reiseführern oft als lästig beschriebenen "Schlepper" an der Grenze, empfinden wir als angemessen angenehm und freundlich. Alle sprechen Deutsch und bringen uns die Formulare, die wir 2002 noch mühsam an diversen budenähnlichen Büros zusammensortieren müssen - und das war damals recht chaotisch und nervig. Sie haben ebenfalls alle offizielle Ausweise unter ihren Namenschildern mit Foto - ähnlich wie ein neuer Führerschein - auf dem sie als Touristguides beschrieben sind. Sie fragen nach einem Kugelschreiber als Anerkennung ... dann gehts auch schon raus aus dem Zollbereich.

 

Ein kurzer Strandpaziergang für die geduldig wartenden 4Beiner - dann ging es auf bekannten Strassen weiter.

 

Wir sind südöstlich durch das Rifgebirge gefahren. Marokko hat sich seit unserer letzten Reise 2002 sehr modernisiert. Palmenhohe Hotel- und Appartementanlagen säumen die Küste ab Ceuta nach Tetuan, aber es ist geschmackvoll und passt recht angenehm in die Landschaft. Nach Tetuan ist jedoch das ursprüngliche Bergland mit den kleinen Dörfern, den vielen Eseln und Ziegen wieder zu sehen. Grundsätzlich sind uns die Marokkaner freundlich winkend und mit Daumen hoch und Lichthupe entgegengekommen.

Auch bei der Einreise haben wir viele neugierige Fragen beantwortet.

Heftige Gewitter haben vor 10 Tagen mächtig die Landschaft gebeutelt, wir sehen die ausgewaschenen Flussbetten und abgebrochene Strassenränder, weggerissenen Strommasten und ähnliches - die Wassermassen waren scheinbar sehr kraftvoll !

 

Wir fahren nach Chefchauen, einer alten arabischen Stadt und campieren ausnahmsweise auf einem uns bekannten Campingplatz. Hier im Rifgebirge ist wild campen nicht angebracht, schn gar nicht mit 4 solch auffälligen Trucks. Der auf einem Pinien-Hochplateau gelegene Campingplatz ist sauber und gepflegt und besitzt neben einer warmen Dusche auch ein kleines Restaurant und ein Internet-Café. Letzteres hat jedoch immense Schwierigkeiten mit dem Hochladen der Fotos - was ich sehr schade finde, denn wir haben schon soooo tolle Bilder für Euch alle zu Hause !   Fast pünktlich zum Sonnenuntergang erklingt der Muezzin. Er wird uns vermutlich auch morgen wecken, irgendwann nimmt man es gar nicht mehr wahr .... 

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Sabine Reiter 02/09/2010 23:12


hallo coco hallo jens,
es macht viel spass von eurer reise zu lesen, ich werde thorsten überreden müssen mit mir doch auch einmal einen kleinen ausflug in die wüste zu machen.
seid ganz lieb gedrückt und alles gute weiterhin
sabine und thorsten, nanine, hannah, jakob, jule und neele


Karina 02/02/2010 23:32


Hallo Coco und Jens,

ich freue mich, wieder etwas von Euch zu lesen.
Für die nächsten Etappen wünsche ich Euch viel Glück und weiterhin alles Gute!

Liebe Grüße aus dem eingeschneiten Wehrheim,
Karina